Buchrezension: Durch die gläserne Tür: Lebensbericht einer Autistin

Buchrezension: Durch die gläserne Tür: Lebensbericht einer Autistin

„Durch die gläserne Tür: Lebensbericht einer Autistin“ von Temple Grandin

Buchbeschreibung:

Temple Grandin ist eine der bekanntesten Autisten weltweit. In ihrem Buch schreibt sie über ihr Leben. Über die Höhen und Tiefen eines Lebens mit Autismus.

Manche Begebenheiten sind verstörend ehrlich. Oft empfindet man eine tiefe Verbundenheit mit den Erlebnissen der Autorin. Denn sie schreibt sehr bildhaft. Die aus der Biographie entnommenen Beispiele, sind so gut beschrieben, dass man sich fast schon anwesend fühlt.

Ihr Kampf um Liebe und Geborgenheit wird oft von dem überwältigenden Wunsch nach Distanz dominiert. Sie versteht alles, kann sich aber nicht verständigen oder wehren. Sie will umarmt werden, kann die Umarmungen aber nicht ertragen.

Die Schulzeit und die Jahre im Internat sind voll von heftigen Emotionen, Ängsten und Fixierungen. Der Unterricht ist langweilig für die junge Temple. Sie kennt keine Möglichkeit, dem zu entrinnen und stört den Unterricht massiv. Lehrer, Schüler und das Personal üben Druck aus. Temple fühlt sich isoliert. Verständnis erhält sie von ihrer Mutter und ihrer Tante. Über sie schreibt Grandin mit tiefer Liebe und Dankbarkeit.

Das Leben wird unerträglich. Temple leidet unter ihren Angstzuständen immer mehr. Nach diversen Besessenheiten verfolgt sie eine wilde Idee. Sie will eine „Zaubermaschine“ bauen. Psycholgen, Lehrer und Schulleitung finden das krank. Wollen ihr die Idee ausreden. Temple wehrt sich heftig.

In ihr Leben tritt ein einfühlsamer Lehrer – Mr. Carlock, ein. Zum ersten Mal in ihrem Leben erhält sie wirkliche Unterstützung. Mr. Carlock nimmt sie so wie sie ist. Unterstützt sie bei ihren Ideen. Er lenkt ihre Fixierung in die richtige Bahn und zum ersten Mal in ihrer Schulgeschichte will Temple etwas lernen. Will gut sein…

Fazit:

Die Lektüre ist sehr umfangreich, aber lohnend. Die gesamte Beschreibung würde den Rahmen einer Rezension sprengen.

Das Buch ist sehr empfehlenswert. Grandin schreibt ergreifend, ehrlich und menschlich sympatisch.

Es gibt ein Happyend, wenn auch mit Einschränkung. Temple Grandin wird zu einer weltweit geschätzten Expertin für Viehhaltung. Sie entscheidet sich für ein Leben ohne Partner. Ihre Ängste hat sie inzwischen gut im Griff.

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Transparenz: Das Buch habe ich selbst gekauft. Es wurde nicht gesponsert.

Taschenbuch: 228 Seiten

Verlag: Verlag Rad und Soziales (17. Oktober 2014)

ISBN-10: 394566803

ISBN-13: 978-3945668030


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